6. Netzwerktreffen in Grevesmühlen

Beim Workshop “Gemeinsame – Inklusionsarbeit“ diskutierten wir gemeinsam über Möglichkeiten zur Weiterführung der transnationalen Zusammenarbeit zu den Themen der Inklusion. Die Workshop Ergebnisse wurden in einer Kooperationsvereinbarung niedergeschrieben. Für die Weiterführung des Städtepartnerschaftlichen Netzwerkes und die Unterzeichnung einer entsprechenden Vereinbarung sprachen sich alle Teilnehmer aus. So soll sichergestellt werden, dass alle Partnergemeinden auch in Zukunft aktiv und themenoffen zusammenarbeiten 

Nach der Besichtigung Berufsbildungsbereich des Diakoniewerkes im nördlichen Mecklenburg gGmbH erkundeten die Teilnehmer die Hansestadt Rostock und wurden bei einem „Dinner in the Dark“ vor neue Herausforderungen gestellt. Tauchen Sie ein in völlige Dunkelheit und aktivieren Sie Ihre Sinne!

Bei der offiziellen Abschlussveranstaltung im Rathaus Grevesmühlen wurden die Abschiedsreden durch die politischen Vertreter gehalten. Aus 17 Stunden Filmmaterial erstellte das Filmstudio Grevesmühlen einen einstündigen, kurzweiligen Film über die In-Town-Projektaktivitäten während der zwei Jahre. Der Film sorgte für viel Beifall. Anschließend erfolgte die feierliche Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarungen zur Fortführung der städtepartnerschaftlichen Beziehungen zwischen den teilnehmenden Ländern. 

Nach einer unterhaltsamen Stadtrundfahrt mit Thomas Krohns Busreisen besuchten wir die Ausstellungen, „Dialog im Dunkeln“ und „Dialog im Stillen“. in der Hamburger Speicherstadt.

In der Ausstellung „Dialog im Dunkeln“ waren die Teilnehmer aufgefordert ihre Sinne zu schärfen – und zu überprüfen, wie eine Welt ohne Augenschein auf Sie wirkt. Sie erfuhren unterschiedliche Alltagssituationen in kompletter Dunkelheit und der blinde Ausstellungsbegleiter wurden für sie zum Sehenden. "Danke für die tolle Führung und die unvergessliche Erfahrung“.

In der Ausstellung „Dialog im Stillen“ fand ein weiterer Rollentausch statt und die Teilnehmer begaben sich in eine Welt der Stille:Mit schalldichten Kopfhörern ausgestattet  wurden die Teilnehmer  von gehörlosen Mitarbeitern durch unterschiedliche Ausstellungsräume geführt. Die Kunst der nonverbalen Kommunikation erschloss sich und alle lernten schnell mit den Händen zu sprechen und mit den Augen zu hören. Man erlernte Handzeichen, verstärkte den Gesichtsausdruck und übte sich in Körper- und Gebärdensprache. Auf dieser Reise durch die Stille gewannen die Teilnehmer  einen Einblick in die faszinierende Sprachkultur von gehörlosen Menschen und fanden neue Möglichkeiten der Verständigung.

Am letzten Abend trafen wir uns zu einem Diavortrag unseres In-Town Botschafters Benny Andersson. Der gebürtige Schwede ist ein wichtiger Netzwerkpartner nicht nur bei der städtepartnerschaftlichen Zusammenarbeit. Mit seinen Ideen  und durch seine kommunikative Persönlichkeit brachte er die Teilnehmer zusammen und so wunderte es niemanden als er den Vorschlag machte, als In-Town Botschafter mit dem Fahrrad zum fünften Netzwerktreffen nach Loures zu fahren. Am 24.09.2015 verabschiedeten wir Ihn auf dem Marktplatz in Grevesmühlen und er machte sich auf die 2.700 km lange Reise nach Loures in Portugal, um das Projekt durch Europa zu  tragen und bekannt zu machen. Auf seiner Facebook Seite (https://www.facebook.com/Bennys-journey-through-Europe-869132476497062/) berichtete er von seinen Erlebnissen und Bekanntschaften und erhielt mutmachende  Statements der Netzwerkteilnehmer wenn er an seine körperlichen Grenzen stieß. Seine Reise führten Ihn durch Deutschland, Niederlande, Belgien, Frankreich, Spanien nach Portugal. Bei seinem spanndenden, lehrreichen und humorvollen Diavortrag gewährte er uns einen Einblick in seine außergewöhnlichen Reiseerlebnisse und Erfahrungen.

Zukünftige Koopersationsarbeiten zwischen den Projektpartnern konnten konkretisiert werden und wurden in einer Kooperastionsvereinbarung festgeschrieben. Das Thema Inklusion soll künftig weiter Basis der gemeinsamen Zusammenarbeit sein, aber auch zu Themen wie z.Bsp Erneuerbare Energien möchte das städtepartnerschaftliche Netzwerk  in Zukunft aktiv zusammenarbeiten.