Projektergerbnisse Grevesmühlen

Grevesmühlen ist eine Stadt im Landkreis Nordwestmecklenburg im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Sie ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft, welche die Stadt Grevesmühlen mit dem Amt Grevesmühlen-Land bildet. Sie ist mit ihren 11.200 Einwohnern eines der 18 Mittelzentren des Landes. Die waldreiche Umgebung, die ausgedehnte Seenlandschaft und die nur 10km entfernet Ostsee sowie die alljährigen Piratenfestspiele ziehen in den Sommermonaten zahlreiche Touristen an.

In Grevesmühlen gibt es bereits zahlreiche Aktivitäten und Projekte mit erfolgreich gelebter Inklusion von Menschen mit Behinderungen.

 

Best Practice Beispiele für Inklusion:

„Inklusion im gesellschaftlichen Leben“

Die Citynacht „Grevesmühlen ist Bunt“ mit Inklusiven Bühnenprogramm, Handicap Parcours, Spielangeboten und Inklusionscafé, Shopping Night und „Tanz in den Mai für Alle“, findet seit 2006 jährlich anlässlich des europäischen Aktionstages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen statt.

„Inklusion im Sport“

Das inklusives Sportfest – „Aufeinander Zubewegen“ mit inklusiven Leichtathletik , Wett- kämpfen und einem inklusiven Fußballturnier, das integrative Sportfest – „Lust auf Bewegung“ mit inklusiven Hallenboccia- und Soccer Turnier sowie das Inklusionsprojekt der Sportvereine „Handicap egal- ich bin dabei!“ Menschen mit Behinderungen werden in die Sportabteilungen inkludiert und die Übungsleiter entsprechend ausgebildet.

„Inklusion im Bereich Bildung und Kunst“

Bei der Umsetzung der Inklusion an Schulen stehen wir noch vor besonderen  Herausforderungen. Bis 2023 soll die Inklusion im Bildungsbereich umgesetzt werden. Die Stadt stellt sich der Herausforderung die Schulgebäude barrierefrei zugänglich zu gestalten, um die grundlegenden Voraussetzungen für dieses Vorhaben zu schaffen.  Menschen mit Behinderungen werden in Behindertenwerkstätten ausgebildet und in den normalen Arbeitsmarkt inkludiert.  

"Inklusion im Bereich Musik“

ABM – Absolut Bombastische Musik – ist ein erfolgreiches inklusives Bandprojekt des Diakoniewerkes im nördlichen Mecklenburg

Kooperationen mit den Musikschulen zur Integration von Musikern mit Handicap in die Orchester.

 

Was haben wir durch IN-Town erreicht:

Die Inklusion von Menschen mit Behinderungen konnten wir durch das IN-Town Projekt mehr in die öffentliche Diskussion bringen. Die Bevölkerung wurde durch die Aktivitäten und Veranstaltungen für das Thema sensibilisiert und Berührungsängste konnten abgebaut werden. Von unseren Netzwerkpartnern konnten wir lernen, wie Inklusion umgesetzt werden kann und wir erhielten dadurch die Möglichkeit, die Defizite im eigenen Bereich zu erkennen. Institutionen und Vereine in und um Grevesmühlen, die sich mit dem Thema befassen, konnten sich durch das Projekt besser vernetzten. Unsere europäischen Partner haben wir mit ihren kulturellen Besonderheiten kennen und schätzen gelernt. Intensive Freundschaften sind entstanden.

 

 

Was wir noch tun können:

Durch neue Aktivitäten und Projekte, sowie durch die Sensibilisierung der Bevölkerung und einer strategischen Orientierung der Stadt und ihres Umlandes, entwickelt sich Grevesmühlen kontinuierlich zu einer inklusiven Stadt und ermöglicht auch Menschen mit Behinderungen eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben

Ähnlich wie in Schweden besichtigt, plant das Diakoniewerk in Kooperation mit der Stadt und weiteren Kooperationspartnern den Aufbau einer Kunstakademie zur Förderung von Menschen mit und ohne Behinderungen im Bereich Kunst, Kultur und Musik im Bahnhofsgebäude der Stadt.

 

Wie wir zusammenarbeiten können:

Das städtepartnerschaftliche Netzwerk sollte den Teilnehmern auch künftig zum Erfahrungsaustausch zum Thema Inklusion zur Verfügung stehen.  Mit gemeinsame Aktivitäten und Projekten können wir uns gegenseitig bei der Umsetzung der Inklusion unterstützen. Die städtepartnerschaftliche Zusammenarbeit sollte in Form von Netzwerktreffen, dem Austausch von Vereinen, Verbänden und Bürgerbegegnungen weiterentwickelt werden.

 

Meinungen der Teilnehmer aus Grevesmühlen:

Kristine Lenschow, 1. Stadträtin Grevesmühlen:

Wir haben tolle Beispiele für Inklusion in Ungarn, Schweden und Portugal gesehen, viele Ideen mitgenommen und die Gewissheit, dass Inklusion nicht nur eine Frage des Geldes, sondern vor allem auch eine Frage des persönlichen und gesellschaftlichen Engagements ist und Ausdruck der grundlegenden Einstellung einer Gesellschaft zu ihren Menschen mit Handicap

 

Heidrun Lange, Vorsitzende des Behindertenverbandes e.V.:

Wir arbeiten ehrenamtlich mit behinderten Menschen mit dem Ziel ihnen ein selbstbestimmtes, aktives Leben zu ermöglichen und Barrierefreiheit zu schaffen.

Ich habe in diesem Projekt erlebt, dass das Thema Inklusion mit großer Ernsthaftigkeit und Professionalität zum  Erfolg geführt wurde. In dem Projekt wurden behinderte Menschen mit einbezogen und haben das Projekt aktiv mitgestaltet. Alle Teilnehmer haben im Rahmen des Projektes Inklusion erlebt und gelebt.

 

David Ehrhardt, Projektmitarbeiter und Regionalschullehrer

Während des Projekts konnten wir eindrucksvoll sehen, welches Potential Menschen mit Behinderungen haben. Dieses wird allerdings noch viel zu oft unterschätzt. Es ist ein wichtiger Schritt, denn Bürgern die vielfältigen Vorteile einer inklusiven Gesellschaft vor Augen zu führen. IN-Town hat dabei einen tollen Start hingelegt, aber der Weg zur vollständigen Inklusion ist mit vielen Herausforderungen versehen und bedarf noch mehr gesellschaftlicher Engagements.

 

Gerrit Hasirchi, Beschäftigter des Diakoniewerkes im Nördlichen Mecklenburg

Unabhängig vom Start, sich in musische Segmente einzubringen, brachten mir die Reisen nach Portugal und Schweden nicht nur fürs Ohr sondern auch fürs Auge eine ganze Bandbreite an Inspirationen. Malerisch versteht sich. Wenn auch nicht immer sprachlich, wurde die Kommunikation durch manch Lächeln, Zwinkern oder Winken wettgemacht. Auch verstand ich englisch als Welt-sprache und nicht als Jux Instrument, von wegen Filmklamauk...