In der "Mitte der Mitte" von Schweden befindet sich Laxå an der Autobahn E 20, umrahmt von großen Wäldern und reichlich Wasser. Die größten Seen sind Skagern und Under.Deie Gemeinde Laxa ist strategisch und logistisch 240km von Stockholm und Göteburg und 320 km von Oslo entfernt. Dank dieser geographischen Lage sind wir ein attraktiver Standort für Unternehmen jeglicher Art, insbesondere jedoch für die Transportunternehmen. In der Gemeinde Laxa leben 5600 Einwohner, davon 3.500 in der Stadt selbst. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Laxa zu einem wichtigen Eisenbahnknotenpunkt. Heute haben sich hier die High Tech Industrie und zahlreiche kleine Unternehmen angesiedelt.Im Jahr 1942 hat sich in Laxa der ESAB- ein bekannter Schweißfachbetrieb etabliert und zur Steigerung der Arbeitsmöglichkeiten in der Bevölkerung beigetragen. Nach wie vor ist ESAB der größte Arbeitgeber unserer Gemeinde.

Best Practice Beispiele für Inklusion:

”Inclusion im gesellschaflichen Leben”

  • Berufserfahrung an verschiedenen Arbeitsplätzen in der Gemeinde wie Rast Punkt / Burger King, Pemax, Noratel, OKQ8, Laxå Gemeinde usw.
  • Teilnahme an alltäglichen Dingen wie Einkaufen, Mülltrennung
  • Alle Arbeiten in unserem täglichen gemeinsamen Handeln

 

“Inklusion im Sport”

 

  • Aktivitäten in der Reitclub in Agrena. Eine spezielle Rampe wurde  für Menschen mit Behinderungen gebaut um Ihnen das Reiten zu ermöglichen
  • Folkrace KFMK für Menschen mit Behinderungen wurden spezielle Ralley-Autos für Menschen mit Behinderungen gebaut
  • Schwimmen und Krafttraining

 

“Inklusion im Bereich Bildung und Kunst

 

  •  Schüler werden inklusiv  in der städtischen Grundschule unterrichtet, es gibt keine speziellen Schulen mehr
  • Schüler mit schweren Behinderungen, denen eine Teilnahme am Unterricht nicht möglich ist, können eine Sonderschule besuchen. Derzeit betrifft dies drei Schüler aus Laxa
  • Die umfassendere Beschulung von Schülern mit Behinderungen ab der Sekundarstufe II erfolgt in  Alléskolan in Hallsberg

 

  “ Inklusion durch Musik”

  •  Chor- und Musikkreisen . Diese Lernaktivitäten sind sehr wichtig. Mikael Loiske macht einen tollen Job mit seiner musikalischen Begegnungen gemeinsam mit behinderten Menschen.

Welche Projekte, Erfahrungen, Institutionen oder Einrichtungen haben einen bleibenden Eindruck während der IN-Town Netzwerktreffen bei eurer Delegation interlassen?

 

Meinungen des schwedischen Teams:

 

"Ich kann nicht sagen, dass ich besonders hingerissen war , aber es war interessant zu sehen, wie hart die Menschen an den Problemen arbeiten und anhand ihrer Fragen, konnte man sehen, das sie wirklich daran interessiert sind Ihre Probleme zu lösen. Wenn Sie diesen Weg weiter gehen werden sie die Stufe erreichen auf der wir uns heute befinden. Ich kann auch nicht sagen das die Einrichtungen und Institutionen die wir sahen meine Seele glücklich gemacht haben, aber wir haben Menschen kennengelernt, die bei mir einen bleibenden Eindruck hinterließen.

 

"Ich war von den Ungarn und ihrem freiwilligen Engagement besonders beeindruckt sowohl von privater Seite, als auch von Kirchen und dem Roten Kreuz. Einen bleibenden Eindruck hinterließ bei mir Holger, der Mann der blind ist, und sein Handy als tägliches Werkzeug bei allen Aktivitäten dabei hatte und die Symbiose zwischen ihm und seinem Kumpel Gerrit. Das Schwimmbad mit den Hilfseinrichtungen und die Schwimmshow fand ich gut und mir gefiel das Kunstprojekt sehr."

 

"Den größten Eindruck während unserer Netzwerktreffen machte auf mich Grevesmühlen. Die Einrichtungen die wir dort sahen sind in der Lage am Arbeitsmarkt zu konkurrieren, was unsere Gesetzgebung nicht zulässt. Das ist sehr interessant für meine Arbeit in Laxå. Mein Kollege und ich hatten die Gelegenheit, verschiedene Sozialunternehmen im ländlichen Bereich zu besuchen.Mit dem Wissen, das wir in naher Zukunft einen Zuwachs an High-Funktion Patienten zu verzeichnen haben, müssen wir uns künftig der Herausforderung stellen neue Wege einer sinnvollen Beschäftigung und Arbeit zu finden. Wir haben einige Projekte angeregt aber bisher ist es nur bei Diskussionen „auf der Bühne“ geblieben."

Wie könnt Ihr Einfluss auf die Inklusionspolitik eures Landes nehmen?

 

Meinungen des schwedischen Teams:

 

"Der wichtigste Weg, die Politik zu beeinflussen ist, das Thema ständig am leben zu halten. Es muss die ganze Zeit auf der Tagesordnung stehen. Die verschiedenen Organisationen müssen ständig,“ An die Tür klopfen“ und ihre Existenz demonstrieren"

 

"Ein Dokument für die Inklusion“ Dieses Projekt hat zur Eingliederung von behinderten Menschen in der Gesellschaft beigetragen. Ich glaube, dass alle Menschen in der Gesellschaft, jung und alt, Familien und einzelne Personen sich integriert fühlen sollten, unabhängig von ethnischer Herkunft oder Behinderung. Sie alle sollten sich von der Gesellschaft akzeptiert fühlen, und das gesellschaftliche Leben sollte für Alle zugänglich sein."

 

"Die politische Ansicht kann möglicherweise durch Engagement und Information verbessert werden. Informationsveranstaltungen in verschiedenen Kontexten. Sie könnten zu verschiedenen stattfindenden Veranstaltungen eingeladen werden.FUN (eine Organisation, für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit geistiger Behinderung) sowie andere Organisationen könnten daran teilnehmen.Häufige, aber nicht zu viele Informationen, könnten eine gute Idee sein! Erinnern und alarmieren sie ständig."

 

"In Bezug auf die Politik, sollte in erster Linie ein neuer Behindertenplan erstellt werden und dann denke ich, dass wir mehr Einblick und Wissen über Menschen mit Behinderungen benötigen."

 

Euer Eindruck vom In-Town Projekt:

 

Meinungen des schwedischen Teams:

 

"Wir haben / hatten Behinderungen in der Familie, so sind wir uns der Probleme die zurzeit existieren, sehr bewusst. Aber wir werden ständig an Hindernisse erinnert, die in unserer Gesellschaft tatsächlich noch vorhanden sind. Auch wenn sich in Schweden mit der Zeit vieles verbessert hat, haben wir auch in Zukunft noch eine Menge Arbeit und manchmal das Gefühl als  würden wir auf der gleichen Stelle stehen und gelegentlich auch mal einen Schritt zurückgehen. In der Gemeinde Laxå müssen wir das Thema wieder auf die Tagesordnung bringen. Man hat das Gefühl, das es im Moment nicht weiter voran geht“

 

"Alle Mitglieder des schwedischen Teams haben in vielfältiger Weise Kontakt mit behinderten Menschen. Das war eine Chance, das Thema mehr zu beleuchten und der Gesellschaft bewusst zu machen welche Arbeit wir in der Gemeinde leisten."

 

"Mehr und mehr Verständnis für die Wichtigkeit und die Bedeutung, allen Menschen so gut es geht ein lebenswertes Leben zu ermöglichen. Die Gesellschaft muss sich den Bedürfnissen anpassen, wir haben sowohl Ähnlichkeiten, als auch Unterschiede in den unterschiedlichen Europäischen Ländern erkennen können und auch, das wir uns alle in dieselbe Richtung einschlagen. Besonders wichtig war der Austausch auf Fragen nicht nur im Hinblick auf die Inklusion.

 

"Meine Ansicht und Einstellung über Menschen mit Behinderungen hat sich nicht geändert. Ich habe eine solide Grundlage meiner Überzeugungen über die Gleichheit der Menschen. Ich fühle aber, dass trotz allem, was die Welt manchmal zu sein scheint, es gibt viele gute Absichten in Europa“.

 

"Dieses Projekt – an dem Petra und Ich die Ehre hatte teilzunehmen - war unglaublich !!! Erstaunlich, denn wir haben nicht nur neue Kontakte geknüpft sondern es hat uns auch einen echten "Kick" gegeben. Wir beschäftigen uns alle ständig mit diesen Fragen, aber das, was wir erlebt haben und die Vorbereitungen die getroffen wurden, als die gesamten Delegation in Laxå zu Besuch war, haben uns noch mehr begeistert, uns für die Eingliederung von Menschen mit Behinderungen in die Gesellschaft einzusetzen."

 

Zu welchen Themen sollte sich das städtepartnerschaftliche Netzwerk künftig weiter austauschen?

Meinungen des schwedischen Teams:

 

  • In Ungarn trafen wir Menschen, die mit Behinderten arbeiteten und wir fühlten, dass sie mit dem Herzen dabei sind.
  • In Deutschland, die Werkstatt in der die Theaterkulisse gebaut wurde, in der jeder Beschäftigte eine seinen Fähigkeiten entsprechende Aufgabe bekommt und dafür einen Lohn erhält.
  • Das Nachbarschaftsprojekt in Portugal, die Verschönerung mittels Kunst und die Möglichkeit an ihrem sozialen Umfeld mitzuwirken.
  • Zusammenarbeit im Musikbereich! Man könnten einen städtepartnerschaftlichen Austausch von Menschen mit Behinderungen anregen.
  • Ein Forum für die Entwicklung einer barrierefreien Gesellschaft in der sich jeder Frei bewegen kann.
  • Ausbildung in Gebärdensprache um möglichst viele Brücken bauen zu können. Eventuell mit Praktikas in jedem der anderen Länder