Loures ist eine portugiesische Gemeinde in der zentralen Unterregion Grande Lissabon. Sie liegt nördlich von Lissabon und wurde am 26. Juli 1886 durch einen königlichen Erlass gegründet.  Der Landkreis Loures hat eine Fläche von 168 Quadratkilometern und eine Bevölkerung von etwa 200.000 Einwohnern, von denen etwa 8% (16.700) ausländischer Herkunft sind.  Die INE (Nationales Institut für Statistik) Daten, welche sich auf die im Jahr 2011 durchgeführte Volkszählung berufen, belegen dass in Loures 6.224 Bürger mit doppelter Staatsangehörigkeit (Plural Nationalität) leben was in etwa 3% entspricht.  Loures besteht aus 11 Stadtteilen die von einem Stadtrat verwaltet werden. Die Gemeindevertretung ist das gesetzgebende Organ und besteht aus 43 Mitgliedern (davon sind 33 direkt gewählt).  Der derzeit amtierende Bürgermeister ist Bernardino José Torrão Soares.  Er wurde bei den Kommunalwahlen im Jahr 2013 als Kandidat der CDU (Koalition von PCP + PEV + ID) durch eine Mehrheit der Ratsmitglieder gewählt.

Inklusion im täglichen sozialen Leben:

 

Durch Partnerschaften und Kooperationen mit dem Bildungsministerium hat die Gemeinde Loures ein Programm erarbeitet, welches die Ausbildung von jungen Menschen mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen unterstützt. Das Förderprogramm zielt darauf ab,  die soziale und berufliche Integration der Jugendlichen zu fördern, um einheitlich die individuelle Lebensqualität zu gewährleisten,  eine Perspektive für die Zukunft zu schaffen und das Risiko der sozialen Ausgrenzung zu verhindern.

 

Inklusion im Sport:

Die verschiedenen Aspekte der Integration, insbesondere die Integration von Menschen mit Behinderungen haben für die Gemeinde Loures schon immer eine besonders hohe Priorität.Die Einrichtung Gesloures verfolgt seit  Jahren den Ansatz, Kinder  und Jugendliche auf das Leben vorzubereiten, die durch physische und mentale Defizite größere Schwierigkeiten  haben sich zu integrieren. Sport ermöglicht Menschen mit Behinderungen auf diese Art eine leichtere Integration in der Gesellschaft. Nebenbei hat Gesloures eine beträchtliche Anzahl von Schwimmern hervorgebracht, die seit 1996 an den Paralymischen Spielen teilnehmen.Für die diesjährigen Spiele  in  Rio de Janeiro hat die Institution Gesloures, bereits zwei qualifizierte Athleten.

 

Inklusion im Bereich Bildung:

In der Gemeinde Loures, gibt es 21 Schulen mit strukturierten Unterrichtseinheiten.Diese Einheiten sind ein hilfreiches Mittel für Schulen, die versuchen, eine bessere Lernumgebung für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf zu schaffen. Die Autonomie und Partizipation der Schüler wird damit erhöht und eine gleichberechtigte Teilhabe der Schüler am Unterricht ermöglicht.  Die Schüler werden gemeinsam in einem Klassenraum unterrichtet. Kinder mit speziellem Förderbedarf erhalten von sonderpädagogischen Fachlehrern in einem angeschlossenen Hilfsraum gesonderte  Unterrichtseinheiten, die sehr vielseitig seien können und auch in Richtung Berufsbildungsbereich gelenkt werden. Immer mit dem Ziel im Blick: die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in die Gesellschaft.

Inklusion durch Musik:

Die Gemeinde Loures initiierte in diesem Schuljahr, ein Projekt zur sozialen Eingliederung durch die Musikkunst: „MusikArte“.  Dieses Musikprojekt wird in 21 Grundschulen und alle Kindergärten des Landkreises angeboten. Etwa 150 Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, profitieren von diesem Projekt.

Musik stellt eine sehr bedeutende Möglichkeit zur Therapie dar. Die musikalischen Aktivitäten zeigen erstaunliche Wirkung bei Kindern. Ihre Sinne: Sehen, Hören und Sprechen, werden angesprochen und die kognitiven, psychomotorischen und sozialen Eigenschaften gefördert. Die Steuerung der Muskulatur, das Gleichgewicht, die Koordination und die Fähigkeit sich zu integrieren werden grundlegend verbessert.

Alle zwei Wochen besucht eine Gruppe des Conservatorio de Artes de Loures die Schulen, um die sensorischen Fähigkeiten von Kindern mit kognitiven und motorischen Störungen wie Autismus, Zerebralparese oder Down-Syndrom durch Musik zu verbessern. Seit Beginn des Projekts ist bereits eine Änderung des Verhaltens der Kinder ersichtbar und auf äußere Reize reagieren, die meisten Kinder leichter und spontaner.

 

Meinungen der portugisischen Delegationen zum In-Town Projekt:

Direktor Agrupamento de Escolas da Bobadela - Fernanda Almeida

 

Unsere Teilnahme am In-Town Projekt wurde mit dem Erfahrungsaustausch zwischen den verschiedenen Ländern und in den gastgebenden Ländern belohnt. Respekt und die Integration von Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten waren selbstverständlich.Insbesondere in Schweden konnten wir  die Öffnung der Gesellschaft für das Thema Integration  beobachten. Insbesondere bei organisierten Veranstaltungen,  in den Klassenräumen „für Alle“  oder der Kunstwerkstatt die wir besichtigten.Zwar gibt es,  was  die Integration in die Gesellschaft betrifft, für uns noch viel zu tun. Dennoch zeigt das Projekt, das einige gute Praktiken schon jetzt in Portugal umgesetzt wurden und wir  uns auf dem richtigen Weg befinden.

 

 

 

Diretor von Agrupamento de Escolas de Catujal - Unhos - João Carvalho

 

Obwohl  der Begriff "für ein inklusives Europa" weit verbreitet ist, hält die Mehrheit der („normalen“) Bürger ihre behinderten Mitmenschen für  unfähig. Das IN-Town Projekt und deren Verbreitung ist insofern von besonderer Bedeutung, das Bürgern mit Behinderungen die Möglichkeit gegeben wird Erfahrungen zu machen und die erreichten Ergebnisse Anlass für weitere Aktionen sind, die den Ausschluss dieser Menschen aus verschiedenen sozialen und kulturellen Bereichen verringern. Unsere Schule verfügt über Möglichkeiten Schüler mit Mehrfachbehinderungen zu unterstützen. Auf die besonderen pädagogischen Bedürfnisse der Schüler, mit erheblichen Einschränkungen im Hinblick auf ihre Aktivität und Teilhabe, gehen wir besonders ein. So können dauerhaft positive strukturelle und funktionelle  Veränderungen erreicht werden. Wir glauben, dass Musiktherapieklassen zur verbesserten  Einbindung der Schüler in ihrem täglichen Leben beitragen. Unsere Schüler nahmen an dem  Konzert für ein

 

 "In-Town- für ein  inklusives Europa" teil und wir sind sehr stolz darauf.

 

 

 

Diretor von Agrupamento de Escolas de Nº2 de Loures - Irene Louro

 

 Das IN-Town Projekt zielte darauf ab ein Netzwerk von Partnerschaften zu bilden und Synergien zu entwickeln. Die Einbindung von Menschen mit Behinderungen  in einem multikulturellen Europa stand als Thema im Vordergrund der Aktivitäten und ermöglichte uns die Erfahrungen, Initiativen und Praktiken der teilnehmenden Länder kennenzulernen.

 

Die Kunst im Allgemeinen, Musikveranstaltungen und eine kreative Umgebung  ermöglichen Kindern,  Erwachsenen und  Menschen mit Behinderungen gleichermaßen, ihre Unterschiede, Erfahrungen und Fähigkeiten zu zeigen und sich in harmonischer Weise zu integrieren.

 

In Schweden beeindruckte uns:

  •   wie die Integration „Aller“ durchgeführt wird. Kinder, Jugendliche und alte Menschen mit und ohne Behinderungen als Teil einer offenen Gesellschaft
  • Die  integrativen Maßnahmen der Städtischen und Kirchlichen Bildungseinrichtungen
  • Die guten Bedingungen in den besichtigten Einrichtungen und Institutionen
  • Das gute Beispiel, ohne großen Luxus  aber mit durchdachter Funktionalität auf die Bedürfnisse von allen einzugehen

 

Das In-Town-Projekt trägt durch den Austausch von „Best Practices“ Praktiken mit anderen europäischen Partnern dazu bei,  die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderungen zu verbessern.

 

Es ist eine motivierende Projekt, welches sich der Herausforderung stellt zur Umsetzung der Gleichberechtigung und sozialer Gerechtigkeit in der Gesellschaft beizutragen. Die gemeinsame Nutzung von Diversity-Strategien und Methoden trägt zur Bereicherung der von den Partnern umgesetzten  Praktiken bei und ermöglicht die   bessere Integration  in der Europäischen Gemeinschaft.

 

Es ist ein motivierendes Projekt, welches sich der Herausforderung der Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen stellt und sich für soziale Gerechtigkeit in der Gesellschaft einsetzt.

 

In Laxa (Schweden), hatten wir starkes Interesse an der sozialen Integration von Menschen mit Behinderungen durch die routinierten Abläufe in der schulischen Umgebung wird die Autonomie der Schüler gefördert. In den an Klassenräumen angeschlossenen „Wohnzimmern“ werden individuelle Aufgaben durchgeführt und ermöglichen ihnen größtmögliche Unabhängigkeit.Die geschaffene Strukturen und die angewandten  Mechanismen, die die Integration / Inklusion nach dem Ende der Schulzeit ermöglichen, sind in Laxa beispielgebend. Diese Entwicklung sollte in ganz Europa stattfinden.Die Wertschätzung, welche Menschen mit Behinderungen erfahren,  Sie als Person und gleichberichtigten Teil der Gesellschaft zu sehen ist ein wichtiger Schritt auf dem langen Weg zur Annahme der vollständigen europäischen Staatsbürgschaft.

 

 

 

Gesloures - Mário Cardoso

 

Dieses Programm, welches die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen mehreren europäischen Staaten fördert,  ermöglichte den Vergleich und Austausch von  sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Aktivitäten von Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen und leistete einen wichtigen Beitrag um der Isolation und der sozialen Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung entgegenzuwirken.

 

Eine der wichtigsten Ziele war es für uns , die Entwicklung und das Wohlbefinden der Teilnehmer zu fördern, ihre Lebensqualität und die vollständige Integration zu verbessern das professionelle, Freizeit- und Kulturprogramm auf das Profil jedes einzelnen anzupassen. In unseren Besuchen in Deutschland und Ungarn, waren wir sehr erfreut über die Herzlichkeit und Bereitwilligkeit der Kommunen auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen einzugehen. Die  Integrität, Verantwortlichkeit und vor allem die Würde, welche Menschen mit Behinderungen in den Unternehmen zu teil wird, die wir besucht haben, waren beispielhaft. An die Reisen und die gemachten Erfahrungen werden wir uns für  immer erinnern! Das Beispiel vom Beispiel!

 

 

 

 Direktor Cercipóvoa - Luis Santos

Es war sehr positiv das CERCIPÓVOA als ein Unternehmen der Gemeinde Loures am “In-Town-Projekt für ein inklusives Europa“ teilnehmen durfte. Bei unserem Besuch in Grevesmühlen konnten wir Praktiken im Umgang mit behinderten Menschen  beobachten, die sich von denen  wie sie in Portugal praktiziert werden kaum unterscheiden. Allerdings mit dem Unterschied, das  kleinere lokale Gemeinden es einfacher haben die notwendigen Strukturen zu schaffen und mehr Unterstützung zur Förderung von Menschen mit Behinderungen erhalten. Die 5 Tage des Netzwerktreffens in Grevesmühlen  und  die Kontakte zu  beteiligten Partnern haben wir als sehr bereichernd empfunden. Wir besuchten eine integrative Schule in Grevesmühlen, mit guter räumlicher und personeller Ausstattung. In CERCIPÓVOA  erfolgt die sozialpädagogische Unterstützung in gleicher Form. Der Besuch der Teilnehmer in unserer Einrichtung war für uns ebenfalls sehr  positiv, denn wir erhielten die Möglichkeit unseren europäischen Partnern unsere Arbeit zu zeigen.

Wie können wir unsere Inklusionspraktiken in Portugal weiter verbessern?

 

  • Verbessern der Früherkennung und der Intervention
  • Verbessern der spezialisierten Unterstützungsleistungen für Kinder mit Behinderungen in „normalen“ in Kindergärten und Schulen
  • Verbesserung der Beteiligung von Kindern mit einer Behinderung an den Schulaktivitäten unter Berücksichtigung ihrer Besonderheiten, Fähigkeiten und Möglichkeiten
  • Schaffung von Berufsbildungszentren, um den Bedürfnissen von jungen Menschen zur Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit gerecht zu werden
  • Wir müssen unseren Unternehmen bewusst machen, das Sie durch die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen steuerliche Vorteile geltend machen können
  • Entwicklung von Therapieprogrammen (Musik, Sport, künstlerische Ausdrucksformen, ...) als Unterstützungsleistung für Institutionen
  • Durchführung von Bildungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen mit dem Ziel, die Haltung der Bevölkerung zur Akzeptanz von Unterschieden zu verbessern so dass Menschen mit einer Behinderung ihr familiäres Umfeld nicht aufgeben müssen
  • Schaffung von grundlegenden Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben

Mit der Beteiligung der Gemeinde Loures am In-Town Projekt ergab sich für uns eine gute Gelegenheit, die Praktiken zur Umsetzung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen in den verschiedenen Partnerstädten kennenzulernen.

Ungarn, Polen, Schweden, Deutschland und Deutschland großen Respekt vor den Eigenheiten jeder Person mit Behinderung, um den besseren Weg zu finden, ihre eigenen Fähigkeiten zu verstärken.So wie wir beobachten konnten erwiesen sich Sport, Musik und andere Künste als sehr gute Möglichkeiten für eine gute Integration in Schulen, Verbände, Arbeitsstätten aber auch in der Gesellschaft im Allgemeinen. Wir haben während des Projektes verschiedene Arbeitsweisen zur sozialen Integration gesehen. Diese Beobachtung ermöglicht es uns, die für uns besten Praktiken anzuwenden und über weitere Möglichkeiten verfügen, um die Probleme in unserer Gesellschaft weiter zu lösen.  Das IN-Town-Projekt trägt dazu bei, jeden Menschen als einen gleichberechtigten Teil unserer Gesellschaft zu sehen und anzuerkennen.

Wie können wir künftig weiter zusammenarbeiten?

  • Verbesserung der Inklusion durch Praktiken
  • Erweiterung der Praktiken auch auf andere Minderheiten (einschließlich Einwanderer)
  • Austausch im Zusammenhang mit der Energieeffizienz und erneuerbare Energien